ARBEIT: SICHER + GESUND im Klimawandel (ASUG Klima)

Der Klimawandel verändert die Arbeitswelt und wirkt sich auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz aus, u.a. durch zunehmende saisonale Hitze. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und Ansätze für die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes in Deutschland zu entwickeln, beauftragte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein interdisziplinäres Konsortium unter der Leitung der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) mit der Durchführung des Projekts â€žARBEIT: SICHER + GESUND im Klimawandel“ (ASUG-Klima). Das Konsortium setzte sich aus der Bergischen Universität Wuppertal, der DAK Gesundheit sowie dem BKK Dachverband zusammen. Weitere beteiligte Partner waren die Agentur für Ökologie und Kommunikation ecolo sowie das SINE-Institut und im ersten Projektjahr Cradle to Cradle NGO und Klimafakten.

Der betriebliche Hitzeschutz stand im Fokus des zweiten Projektjahres. Es wurde eine branchenübergreifende Handlungshilfe für die Erstellung betrieblicher Hitzeschutzpläne entwickelt und diese in einer betrieblichen Erprobung mit fünf Unternehmen unterschiedlicher Branchen getestet. Auf dieser Seite finden Sie neben der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans weitere umfangreiche Materialien zum betrieblichen Hitzeschutz.

Klimawandel und Gesundheit im Arbeitskontext

Der Klimawandel verändert Umweltbedingungen – und damit auch Arbeitsbedingungen. Neue gesundheitliche Belastungen, wie zunehmende Hitzeereignisse, Extremwetter, aber auch klimawandelbedingte psychische Belastungen wirken sich direkt auf Sicherheit, Gesundheit und Arbeitsabläufe aus und machen Anpassungen im Arbeitsschutz und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig. Im folgenden Video geben wir Ihnen einen Überblick darüber, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Arbeitswelt hat.

Factsheets:

Nachfolgend finden Sie die Factsheets zum Thema Klimawandel und Gesundheit im Arbeitskontext.

Ein Factsheet zum Thema Co-Benefits und wie Klima- und Gesundheitsschutz zusammen gedacht werden können.
Ein Factsheet zum Konzept des Fuß- und Handabdrucks.

Gesundheitliche Auswirkungen von saisonaler Hitze

Der Klimawandel führt zu immer häufigeren und intensiveren Hitzeperioden. Diese haben vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit von Beschäftigten. Hohe Temperaturen belasten den Körper, verringern die Konzentrationsfähigkeit und erhöhen das Risiko für Erschöpfung, Kreislaufprobleme und Unfälle. Um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, gewinnt der Umgang mit Hitze am Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung. Im ersten Videos zeigen wir, wie Hitze auf den menschlichen Körper wirkt und welche Vorgaben und Empfehlungen es im Arbeitsschutz zum Umgang mit saisonaler Hitze gibt. Im zweiten Video gehen wir darauf ein, welche Gruppen besonders von sommerlicher Hitze betroffen sind und was Sie tun können, um Beschäftigte zu schützen.

Factsheet:

Nachfolgend finden Sie das Factsheet zum Thema Gesundheitliche Auswirkungen von saisonaler Hitze.

Ein Factsheet zu Hitze, den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und besonders gefährdeten Bevölkerungs- und Beschäftigtengruppen.

Kommunikation als Element von betrieblichem Hitzeschutz

Kommunikation spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Beschäftigte bei Maßnahmen zum Arbeits- und Hitzeschutz mitzunehmen und ihre Bereitschaft zum Mitmachen zu stärken. In diesem Video erläutern wir, warum das so ist und was bei bei einer gelungenen Kommunikation zum betrieblichen Hitzeschutz beachtet werden sollte.

Factsheet:

Nachfolgend finden Sie das Factsheet zum Thema Kommunikation als Element von betrieblichen Hitzeschutz.

Ein Factsheet zur Bedeutung und Gestaltung von Kommunikation im betrieblichen Hitzeschutz.

Branchenübergreifende Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans

Zunehmende saisonale Hitze und UV-Strahlung belasten Gesundheit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten. Die Folgen: ein höheres Risiko für Arbeitsunfälle, geringere Produktivität, ein erhöhter Organisationsaufwand und wirtschaftliche Einbußen.

Ein betrieblicher Hitzeschutzplan hilft dabei:

  1. Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auch langfristig zu schützen
  2. Arbeitsabläufe zuverlässig aufrechtzuerhalten
  3. Schutzbefohlene, Produkte und Infrastruktur zu schützen
  4. Qualitätsverluste und Ausfälle zu vermeiden
  5. Wirtschaftliche Schäden zu vermeiden
  6. Rechtliche Anforderungen des Arbeitsschutzes einzuhalten
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Die sechs Schritte zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans

In diesem Video erläutern wir, wie die sechs Schritte zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans aussehen.

Nachfolgend finden Sie die Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans, die sich aus einem kompakten Basisdokument und sechs vertiefenden Beschreibungen der sechs Schritte zusammensetzt. Checklisten und Dokumentationsvorlagen zur Bearbeitung der einzelnen Schritte können als bearbeitbare Vorlagen heruntergeladen werden.

Bei Fragen zu den Materialien melden Sie sich gerne bei miriam.meschede@cphp-berlin.de

Infobox: Abgrenzung – Hitzearbeitsplatz vs. Hitze am Arbeitsplatz

Nicht jeder heiße Arbeitsplatz ist ein „Hitzearbeitsplatz“ im engeren Sinne. Laut DGUV und Arbeitsschutzrecht liegt ein Hitzearbeitsplatz vor, wenn eine dauerhafte, erhöhte Wärmezufuhr z. B. durch Maschinen, Öfen oder Prozesse besteht. Der betriebliche Hitzeschutzplan richtet sich hingegen an alle Arbeitsplätze, an denen klimatisch bedingte Hitzebelastung durch Wetterlagen entsteht – unabhängig von Branche oder Tätigkeit.

Ein kompakter Überblick über die sechs Schritte zu einem betrieblichen Hitzeschutzplan.
Eine Checkliste für die sechs Schritte zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Detaillierte Beschreibung von Schritt 1 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Checkliste: Typische Rollen im betrieblichen Hitze- und UV-Schutz
Detaillierte Beschreibung von Schritt 2 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Checkliste: Ermittlung struktureller Risikofaktoren für Hitzebelastung und UV-Strahlung
Detaillierte Beschreibung von Schritt 3 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Vorlage „Beurteilungsdokumentation“
Detaillierte Beschreibung von Schritt 4 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Vorlage „Dokumentation der Hitze- und UV-Schutzmaßnahmen“
Detaillierte Beschreibung von Schritt 5 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Vorlage für eine Maßnahmenübersicht pro Abteilung/Bereich/Cluster
Detaillierte Beschreibung von Schritt 6 der Handlungshilfe zur Erstellung eines betrieblichen Hitzeschutzplans.
Bearbeitbare Checkliste: Checkliste „Typische Rollen bei der Evaluation des Hitzeschutzplans“
Bearbeitbare Vorlage: Fragenkatalog zur Evaluation

Weiterführende Materialien für die Erstellung von betrieblichen Hitzeschutzplänen

In der betrieblichen Erprobung der Handlungshilfe Hitzeschutzplan wurden wertvolle Anregungen und Good-Practice-Ansätze gewonnen, die Sie dabei unterstützen können, einen Hitzeschutzplan für Ihren Betrieb zu erstellen. Sie finden außerdem drei exemplarische Hitzeschutzpläne, die Praxisbetriebe im Rahmen des Projekts entwickelt haben. Sie stellen den Status Quo zum Ende des Projekts dar und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Factsheets:

Nachfolgend finden Sie weiterführende Materialien für die Erstellung von betrieblichen Hitzeschutzplänen.

Ein Factsheet zu Argumenten für einen betrieblichen Hitzeschutzplan.
Ein Factsheet zu Good-Practice-Beispielen aus der betrieblichen Erprobung zum Hitzeschutz.
Ein Factsheet zu den rechtlichen Grundlagen und Empfehlungen für betrieblichen Hitzeschutz.
Ein Beispielhitzeschutzplan aus einem Großunternehmen.
Ein Beispielhitzeschutzplan aus einer kommunalen Verwaltung.
Ein Beispielhitzeschutzplan eines ambulanten Pflegedienstes.